
Thema: "Menschen & Marken - Vom Schreiner zum Möbelhändler"
27.03.2014
Das Wohnforum Wurster ist ein typischer Familienbetrieb. Seit der Gründung im Jahr 1923 ist viel passiert. Für das IHK Magazin Wirtschaft war dies ein Grund für einen Zeitsprung.
Vom Schreiner zum Möbelhändler
Matthias Wurster, Möbel Wurster GmbH, Kornwestheim
"Wie viele Möbelhäuser auch hat die Wurster GmbH als Schreinerei begonnen: 1923 gründete mein Großvater Friedrich in einem kleinen angemieteten Raum in Kornwestheim eine Bau – und Möbelschreinerei. Vier Jahre später schon expandierte er und konnte am Jakob-Sigle-Platz ein erstes Geschäftshaus errichten, in dem er auch mit seiner Familie wohnte.
Doch 1945 musste er mit ansehen, wie sein Werk in einer Bombennacht in Flammen aufging. Da kam ihm seine Herkunft aus einer Schwarzwälder Sägerei zugute: Noch vor Kriegsende konnte er das Geschäft wieder aufbauen und gleich nach der „Stunde Null“ 1945 die Produktion wieder aufnehmen. Der Bedarf war ja damals gewaltig!
Allerding war wenig Geld da. Friedrich Wurster und seine Söhne begannen deshalb mit der Fertigung kleiner Serien. Doch mit den Kosten und Stückzahlen der großen Fabriken konnten sie nicht mithalten. Deswegen besannen sie sich auf das, was sie besser konnten als die Großen: Präsentation, Beratung, Auslieferung und Montage in den heimischen vier Wänden.
So kam Friedrich Wurster auf die Idee, ein Möbelhaus zu gründen als Bindeglied zwischen Fabrik und Kunden. Das wuchs Schritt für Schritt und wechselte 1970 in die zweite und 1992 in die dritte Generation.
1999 zogen wir in die Stuttgarter Straße. 5000 Quadratmeter umfasst unser Haus inzwischen – plus Zentrallager. Das ist gewaltig verglichen mit 1923, aber bescheiden verglichen mit heutigen Möbelriesen auf der grünen Wiese. Deswegen haben wir uns auf unsere Stärken besonnen: als Einrichtungshaus mit sorgfältig ausgewählten Produkten inklusive Projektmanagement. Bei uns können Sie den Schlüssel abgeben und 14 Tage später in eine renovierte Wohnung zurückkehren. Deswegen haben wir „Wohnforum Wurster“ auch als Marke beim Patentamt schützen lassen. Denn auch in der dritten Generation wollen mein Bruder Thomas und ich dafür sorgen, dass die Region schöner wohnt. Und unsere Söhne Michael und Simon stehen auch schon in den Startlöchern.“.
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