
Thema: "Qualitäts-Arbeit und ehrliche Beratung"
14.03.1998
75 Jahre Möbel Wurster in Kornwestheim. Das Einrichtungshaus wird 75. Ein Blick auf die Geschichte des Kornwestheimer Familienbetriebes.

Qualitäts-Arbeit und ehrliche Beratung
Einrichtungshaus Möbel-Wurster wird 75 Jahre alt
Der Schreinermeister Friedrich Wurster gründete 1923 in der Mühlhäuser Straße 5 eine Bau-und Möbelschreinerei. Die Zeiten waren nicht so besonders gut, Arbeitslosigkeit sowie die Schatten der Weltwirtschaftskriese waren nicht zu übersehen. Qualität, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit zahlten sich aber aus; das Unternehmen behauptete sich gegen die Einheimischen. Hatten es doch „Reingeschmeckte“ immer besonders schwer: Heimat Friedrich Wursters war der Schwarzwald.
1927 baute Wurster damals auf freiem Feld Ecke Jakob-Sigle-Platz und Stuttgarter Straße ein Wohn-und Geschäftshaus. Von nun an ging´s bergauf, nicht hektisch, sondern solide Schritt für Schritt. Der zweite Weltkrieg setzte zunächst ein Ende. Das Stammsitzgebäude am Jakob-Sigle-Platz brannte in einer Bombennacht bis auf die Grundmauern nieder. Der Wiederaufbau gelang noch während des Krieges, weil es möglich war, das dafür benötigte Bauholz aus dem eigenen Schwarzwälder zu beschaffen.
1945 begann die Produktion in der Möbelwerkstatt von Friedrich Wurster wieder. Die Nachfrage nach guten Qualitätsmöbeln stieg unaufhaltsam. Anfang der 50er Jahre entstanden die ersten Möbelfabriken. Zu dieser Zeit fertigte auch Schreinermeister Wurster kleine Serien von Wohnschränken und Schlafzimmern. Damals arbeiteten bereits die beiden Söhne Erwin und Rudolf Wurster als Schreinermeister mit im Betrieb. Es wurde jedoch erkannt, dass die in den Fabriken erreichte Spezialisierung von Handwerksunternehmen nicht erreicht werden konnte.
Man spezialisierte sich also als Bindeglied zwischen Möbelfabriken und Endverbraucher und fertigte Produkte, die es nicht in Serienfertigung gab. Wurster übernahm dazu Vertretungen namenhafter Möbelfabriken. Im Jahre 1970 nahm Schreinermeister Rudolf Wurster die Geschicke des Unternehmens und baute die Leistungsfähigkeit weiter aus. Das Verkaufshaus am Rathaus konnte durch Zukauf des Nachbargebäudes erweitert werden, ein Lagergebäude im Moldengraben wurde notwendig und Jahre später durch einen Erweiterungsbau mit einer großzügigen neuen Schreinerwerkstatt ergänzt.
Auch wurde der Anschluss in einen der leistungsfähigsten Möbeleinkaufsverbände realisiert, um gemeinsam mit 800 Anschlusshäusern überall zu den günstigsten am Markt möglichen Preisen einzukaufen. 1992 übernahmen die Gebrüder Thomas und Matthias Wurster das Unternehmen.
Unter der Unternehmensphilosophie der vorausgegangenen Unternehmerepochen vorhanden. Dazu gehören handwerklichen Können ebenso wie Ehrlichkeit, Gradlinigkeit , Offenheit, Veränderungsbereitschaft.
So musste festgestellt werden, dass sich der Möbelmarkt in verschiedene Nachfragebereiche aufgeteilt hat. Das Segment sogenannter Billigmöbel aus verschiedenen Herstellerländern überlässt man den Großflächenanbietern und Abholmärkten. Als Antwort auf die Großflächenanbieter versteht man im Hause Wurster das individuelle und ganzheitliche Beraten und Umsetzen von Wohnideen. Das heißt, eine Person kümmert sich um alle Wünsche des Kunden. Für die Umsetzung eventuell nötiger Umbauten unterhält man im Hause Wurster seit vielen Jahren feste Partnerschaften zu allen mit Neubau, Umbau oder Renovierung notwendigen Handwerksunternehmen. Auch werden bei allen Möbeln die Gütezeichen der Deutschen Möbelwirtschaft ebenso weitergegeben wie die Tatsache, dass alle Produkte schadstoffgeprüft sind.
Zur Zeit entsteht der Erweiterungsneubau, der das Einrichtungshaus in Richtung Stuttgarter Straße vergrößert. Hier werden neue Ideen in die Tat umgesetzt und Maßstäbe im komfortablen, kompletten Wohnen gesetzt. Bessere Ideen schaffen nach Überzeugung der Inhaber sichere Arbeitsplätze. Davon wird das Einrichtungshaus einige mehr zur Verfügung stellen und sich auch verstärkt um die Ausbildung kümmern. So sind zum Beispiel für dieses Jahr noch zwei Ausbildungsplätze als Kaufmann oder- frau im Einzelhandel zu besetzen.
(Dieser Text erschien in der Kornwestheimer Zeitung.)

